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Wednesday, April 2, 2014

"Fulbanan"

Da meine Gedanken heute um das Thema "gesundes Leben" kreisen und wie ich unsere manchmal beherzten und manchmal kläglichen Versucheim Blog einbringen könnte, ist mir ein Bild eingefallen, dass vor einigen Wochen in den (Sozialen, aber nicht nur) Medien die Runde machte.

Allmählich setzt es sich nämlich als politisch korrekt durch, die ökologischen Bananen statt der normalen zu kaufen (ich gestehe: ich auch, vor allem nach der Dole-Dokumentation!!) . Wie weit dieser Trend gediehen ist, kann man hieran sehen. Ein Supermarkt, dessen Lieferung mit selbiger Ware aus irgendeinem Grund ausgeblieben war und aus diesem Grund nur "normale" Bananen im Angebot hatte, "bewarb" diese mit folgenden Worten: 



"Gespritzte Hässlich-Banane. Ohne Krav- und Eko-Kennzeichnung.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren."

Thursday, February 7, 2013

Total Wipe Out

Abgesehen vom gnadenlosen Alltagschaos hatten wir Besuch von einem Magendarmvirus. Pünktlich zum Magendarmvirus-Saisonhöhepunkt (mehrere Krankenhäuser im Raum Stockholm waren in den letzten Tagen wegen der vielen schweren Aktufälle überbelastet). Wir hatten Glück, das ganze hat uns nur wirklich zwei Tage lang und eine Nacht befallen (Montag/Dienstag), aber rückblickend war dieser Kurzbesuch mal wieder sehr beeindruckend. Montag-Nacht war hier eine Splatter-Party im Gange, die ihres gleichen sucht, halbstündlich gab es neue Opfer. Den ältesten Sohn hatte es am schwersten erwischt, nach jedem Schluck Wasser kamen unendliche Mengen Flüssigkeiten fontänenartig wieder aus ihm heraus, bis nachts um 3 ungefähr, dann war Ruhe. Dienstag waren wir mit dem Auffüllen des Flüssigkeitsanteils im Körper sämtlicher Familienmitglieder beschäftigt und gestern gab es noch immer Schonkost. Der Schweregrad der Krankheit in der Familie war unterschiedlich und wie immer hat der Mann tapfer bis als Letzter ausgehalten. Völlig unbehelligt scheint Sohn Nr. 2 das Ganze überwunden zu haben. Sicherheitshalber hatten wir ihn aber auch in  Quarantäne. Merke: Kinder erst wieder in den Kindergarten schicken, wenn sie mindestens 48 Stunden absolut symptomfrei sind. In schweren Fällen wird sogar empfohlen zu warten, bis alle in der Familie 48 Stunden symptomfrei sind. Ansonsten zieht man sich argen Unmut seiner Mitmenschen zu.

Heute jedenfalls bin ich damit beschäftigt die Auswirkungen dieses Totalausfalls zu beseitigen .... ein weiterer "verlorener" Tag. Obwohl ich natürlich froh bin, dass wir mit einer recht harmlosen Variante davongekommen sind. Immerhin habe ich hier auch noch einen 6 Monate alten Säugling (der sich einmal erbrochen hatte) .... Sohn Nr. 1 ist heute übrigens - nur zur Sicherheit - noch zuhause.

Friday, August 3, 2012

Desaster

Sie wollten schon immer mal wissen, wie es hier so ist, wenn alles schief geht? Bitte schön.

Gestern der Tag fing bemerkenswert reibungslos an. Alles war in bester Ordnung bis ich das BVC (Barnavårdscentral) nach einer schnellen Kontrolle von Sohn Nr. 3 (also Kind Nr. 4) verließ (alles perfekt) und mich allmählich auf den Weg machen wollte, um die anderen Kinder abzuholen. Mit Babytrage vor dem Bauch wollte ich nur kurz noch eine verspätete Mittags- und Verschnaufpause auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten im Einkaufszentrum einlegen. Und vergaß mein Handy. Was ich natürlich erst bemerkte, als ich im Bus zum Kindergarten saß. Nicht nur befiehl mich Panik, dass jemand tatsächlich auf die Idee kommen könnte, mein mehr als lädiert aussehendes, waaaaahnsinnig aktuelles und mit Passcode gesichertes Ei-Dingens 3S mit nach Hause zu nehmen, nein, da waren ja auch sämtliche wichtigen Telefonnummern, Musik und Bilder gespeichert. 

Also blieb mir nur eines, mit übermüdeten Kindergartenkindern wieder zurück ins Zentrum. Dort lief ich einer alten Bekannten über den Weg. Eigentlich hätte ich mich sehr über diese Begegnung gefreut, wir hatten uns vor gut 1,5 Jahren nämlich leider aus den Augen verloren, wenn Sohn Nr. 2 (also Kind Nr.3) nicht schon die Busfahrt brüllend verbracht hätte und Sohn Nr. 1 (also Kind Nr. 2) nicht seine Schwester (also Kind Nr. 1) als Punching-Bag / Trommel missbraucht hätte, während ich versuchte soziale Konversation zu betreiben und gleichzeitig mein Handy wieder aufzutreiben. Die Bekannte war freundlich und half, an der Peinlichkeit der Situation änderte das aber wenig. Die Tochter wechselte währenddessen in ihrer Rolle als leidendes, passives Opfer und aktiver Straftäterin. Nach einigem hin und her erwischte ich die zuständigen Wächter (Beobachtung am Rande: die sahen sogar mal vernünftig aus, also sowohl auf ihren Beruf bezogen als auch für den privaten Beobachter) und mir wurde freundlich mitgeteilt, das Handy befände sich in einem Café. (Gute Nachricht). Im Café erfuhr ich, dass das Handy mit einer Mitarbeiterin nach Hause gereist sei. (Schlechte Nachricht). Ich müsste am nächsten Tag zurückkommen. Erleichtert und gleichzeitig etwas genervt ging es also mit der quengeligen Bande nach Hause. Dort sollte uns Fertigpizza (meine Kochpläne hatte ich derweil aufgrund der Notlage über Bord geschmissen) und ein gemeinsames Spiel den Abend versüßen. Ich kam nach Hause und das Baby musste gestillt werden. Dann hielt das Baby keine Ruhe. Derweil wurde Sohn Nr. 2 unruhig, weil das Baby so oft bei Mama war und er selbst Hunger hatte. Sohn Nr. 1 fing an zu klagen, dass er jetzt Pizza wolle und gemeinsam schmissen Sohn Nr. 2 und Sohn Nr. 1 die Karten für ein Spiel durch die Gegend, bzw. falteten diese sorgfältig in der Mitte. Alles unter freudiger Ermunterung durch die große Schwester, die das furchtbar amüsant fand. Irgendwie schaffte ich es zum Ofen. Ich schaltete den Ofen an, schob die Pizzen rein - und zwei Sekunden später war der Strom weg. Ich erschrak. Überprüfte den Sicherungskasten (alle Sicherungen waren okay). Begann zu schwitzen. Was mir blieb, um die Situation zu retten, waren 30 Minuten Batteriezeit auf meinem Laptop, die noch vorhandene mobile Internetverbindung und Skype. Alles andere war ja tot (blöde Telefonleitungen über Internet aber auch). Und mein Handy weg. Muss man noch erwähnen, dass meine Nerven ohnehin schon angegriffen waren?

Also zuerst den Mann informiert. Dann den Stromanbieter angerufen. Dann herausgefunden, dass es ein Fehler in der Wohnung sein muss. Dann versucht die Nummer für den Elektriker-Notdienst aufzutreiben (mittlerweile war es ja dann schon so 19-20 Uhr). Wieder den Sicherungskasten geprüft, festgestellt, dass es die Erdung war. Strom wieder angeschaltet, Strom fiel wieder aus, eine Sicherung raus. Wieder geprüft und versucht. Erdung blockiert. Unsicherheit. Was tun? Derweil brüllten alle vier Kinder. Zwei, weil soviel Hektik war, und zwei, weil sie mir panisch durch die Wohnung hinterher liefen und im zwei Sekunden Takt: "Wann ist der Ofen wieder an, Mama?" zu vernehmen war. 5-jährigen Variante: "Wieso funktioniert der Ofen denn jetzt nicht mehr, Mama?". Ganz großes Kino, Sohn Nr.1: "Ist die Pizza jetzt bald fertig?" Derweil schwanden die Batterien. Und meine noch verbleibenden Nerven. Gerade, als ich eine doofe Telefonnummer gefunden hatte, die brauchbar aussah, starb auch das Laptop den Tod aufgrund von Strommangel. Mir platzte der Kragen. Die Kinder waren unglücklich. Der Abend war dahin. Wir haben die Stimmung mit viel Kerzenlicht und Butterbroten und Milchreis etwas "sanieren" können, aber als ich heute morgen aufwachte, den Sicherungskasten nochmal prüfte, die Erdung nochmal umlegte und der Strom wieder anging und ich fein säuberlich die Telefonnummer des zuständigen 24/7 verfügbaren Elektrikers NEBEN dem Sicherungskasten fand, kam ich mir nicht nur richtig doof vor, ich habe es auch herzlich verflucht, dass der Mann nicht da war. - Ja, genau so ist das manchmal hier!

PS.: Der Elektriker muss natürlich trotzdem kommen, denn ohne Grund unterbricht die Erdung den Stromkreislauf ja nicht.

Thursday, July 5, 2012

Unheimlich

Heute gerade wurde mir ein bisschen schlecht. Irgendwie hatte ich mich durch die letzte Woche geschleppt, das Wochenende mit den Kindern alleine habe ich auch (gut sogar, wir hatten es richtig nett) überstanden, Montag dann kamen meine Mutter und meine Nichte und heute dann (geschlagene 3 Tage vor dem berechneten Entbindungstermin) habe ich die Krankenhaustasche gepackt. Und vermutlich das erste Mal wirklich über die Geburt nachgedacht. Man könnte jetzt meinen, dass man nach 3 Mal eine gewisse Routine hat ... weiß, was auf einen zu kommt ... einen nichts mehr schrecken kann ... man gelassen ist ... aber: weit gefehlt. Ich habe ehrlich ein bisschen ... die Hosen voll??? Ich hoffe nur, dass alles gut geht.
Außerdem ist es mir sehr unheimlich, dass dieses Mal irgendwie alles ... vorbereitet ist? Die Babywäsche liegt frisch gewaschen und geordnet im Schrank, alle Wäscheberge sind abgearbeitet, die Wohnung ist sauber und ordentlich, die Kinder in guten Händen, einzig der Herzallerliebste muss morgen noch wiederkommen ... wenn ich da an die Geburt von Sohn Nr. 1 denke (Mitten im Umzug) oder von Sohn Nr. 2 (nicht so richtig klar, wer auf die anderen Kinder aufpasst und wie Sohn Nr. 1 zu beruhigen war und überhaupt, die ganze Logistik war eine ganz andere) ... also irgendwie ... macht mich das nervös. Einzig durchalten bis der Herzallerliebste hier ist, muss ich noch. Denn alleine ins Krankenhaus -NO WAY. Das Gemecker muss er sich schon anhören. Mindestens.

Monday, June 4, 2012

Land unter ...

Kinder mit Windpocken, natürlich fantastisch verteilt über mehrere Wochen. Zuerst der älteste Sohn, jetzt aktuell die Tochter, damit sind schon mal mehr als zwei Wochen rum. Ich hoffe nur, Kind Nr. 3 bekommt die Windpocken nicht erst in zwei Wochen, damit wir nicht zu nah an den Geburtstermin rücken. Ansonsten wäre es recht einfach zu handhaben, bisher hat niemand an hohem Fieber gelitten und die Pusteln werden beim ersten Auftreten gleich mit "Wunder-Schaum" abgetötet, sodass sich auch hier Schmerzen und Leiden in Grenzen halten. Das einzig, was wirklich leidet bin ich - und meine Arbeit. Verzweifelt habe ich am Wochenende versucht, Versäumtes aufzuholen und das mit abwesendem Mann, dafür aber mit liebevoller Unterstützung einiger Freunde. Viel ist natürlich trotzdem an mir hängen geblieben, sodass ich jetzt mindestens noch bis morgen vor dem Computer festgeklebt bin. So langsam geht mir aber die Puste aus ... von den Wäschebergen, gewaschen und ungewaschen, und dem ganzen anderen Haushaltskram wollen wir gar nicht erst anfangen. Deshalb ist hier also im Moment Land unter ... und ein Ende nicht wirklich abzusehen. Seufz.

Tuesday, August 4, 2009

Noch eine Woche

Noch eine Woche bis Deutschland und ich fange schon mal an die Stunden zu zählen. Zumindest gehe ich hier auf dem Zahnfleisch. Nach einem desaströsen Wochenende, weil gespickt mit lauter Vorkommnissen, die der normale Büro-Mensch nun wirklich nicht braucht (ach, würden wir nur beide in einem Büro arbeiten), hat sich meine aufzuholende Arbeit ver-ichweißnichtwieviel-facht und mir bleibt Zeit für GAR NIX.

Also sitze ich vor dem Computer, in dem Bestreben ganz schnell, ganz viel zu arbeiten, sehe dem Verfall unserer Wohnung zu und hoffe, dass alles bald vorbei ist und ich doch noch irgendwie alles in den Griff bekomme. Mal so eine Beobachtung am Rande, wie werden Männer eigentlich zum perfekten All-Around-Papa?? Mein Herzallerliebster ist eigentlich ganz wunderbar (!!!), entweder er ist der perfekte Papa oder aber er macht alles in der Wohnung ganz schön, nur beides zusammen, das will irgendwie nicht so recht klappen. Gibt es da vielleicht irgendwelche Schulungen? Fiese Tricks, wie man solche Talente aus Männern hervorlocken kann? Muss man dafür wirklich eine Frau sein? Oder ... ? Seufz.

Scherz beiseite, Amelie ist wenigstens noch diese Woche im Kindergarten und offensichtlich glücklich. Jonah ist jeden Morgen etwas entrüstet, weil er nicht mitgehen kann. Aber Nachmittags zum Abholen darf er dann ja mit.