P.S.: Ok, bei mir. Beim Herzallerliebsten nur der zweit- oder drittgrößte Hit, wie er mir gerade mitteilte. ;o)
Hinter Schwedischen Gardinen
"Fear no more the heat of the sun"
Monday, April 22, 2013
Musikeinschlag der Woche
Im Moment beim Herzallerliebsten und mir der allergrößte Hit: Oskar Linnros und "Här dom än" .... et voilà:
P.S.: Ok, bei mir. Beim Herzallerliebsten nur der zweit- oder drittgrößte Hit, wie er mir gerade mitteilte. ;o)
P.S.: Ok, bei mir. Beim Herzallerliebsten nur der zweit- oder drittgrößte Hit, wie er mir gerade mitteilte. ;o)
Thursday, April 18, 2013
Immer wieder schön ist es, ...
... über Schweden in deutschen Zeitung (hier SZ) zu lesen. Hier jetzt also die paradiesischen Zustände in schwedischen Kindergärten.
Von schwedischen Kindergärten lernen
Allerdings lässt der Artikel einige Informationen aus. So sind die "Rund-um-die-Uhr"-Kindergärten vor allem für Eltern gedacht, die oft auch abends oder am Wochenende arbeiten müssen und dazu eventuell "alleinerziehend" sind. Diese Art der Kindergärten ist bei Weitem nicht die Regel und wenn ich ganz richtig informiert bin, auch erst eine relativ neue Idee. Das ändert aber an der Gesamtzahl an Betreuungsstunden pro Woche wenig (max. 40). Da in Schweden die Ehefrauen nicht automatisch über ihre Männer mitversorgt sind (z.B. gibt es auch kein Ehegattensplitting), ist der Bedarf für die Frauen zu arbeiten seit langem zwingender gegeben als es noch bis vor Kurzem in Deutschland der Fall war. Außerdem entsprach dies ohnehin mehr dem sozialistischen, feministischen Weltbild, dass Schweden so lange beherrschte.
Die im Artikel genannte Gemeinde Nacka liegt im Süden Stockholms und kann getrost als eine der bessergestellten Kommunen bezeichnet werden. Will heißen, dass dort mehrheitlich ohnehin eher einkommens- und bildungsstarke Familien wohnen, die qualitativ hochwertigen Betreuungsangeboten "erwarten" werden. Wer sich da als Politiker beliebt machen (sprich wiedergewählt) werden will, sorgt besser für gut funktionierende Kindergärten. Anders sieht es zum Beispiel in unserer Kommune aus, wo sich gerade massiver Widerstand gegen die verdeckten Einsparungen im Bildungsbereich zu formatieren beginnt. Hier werden vor allem die wachsenden Gruppengrößen, Verkürzung von Betreuungszeiten von Kindern mit einem Elternteil in Elternzeit sowie die mangelnde Aufrüstung / Instandhaltung der Kindergärten bemängelt. Tatsächlich hat sich auch in unserem privat geführten Kindergarten eine Vergrößerung der Gruppen nicht vermeiden lassen. Mich ärgert das nicht nur wegen meiner Kindern, es ist auch eine maßgebliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die von mir sehr geschätzten Pädagogen, die ich auf Dauer für nicht akzeptabel halte.
Generell kann man glaube ich aber behaupten, dass schwedische Kindergärten oft weniger pompös ausgestattet sind, als deutsche. Also zumindest, wenn ich das mit den neuen Einrichtungen in meiner Heimatregion vergleiche. Da stehen ganze Abendteuerspielplätze vor der Tür, während bei uns z.B. "nur" zwei Wippen, eine riesige Sandkiste (mit entsprechend Spielzeug) und einem bewaldeten Mini-Hügelchen zur Verfügung stehen (selbst das ist eigentlich schon euphemistisch ausgedrückt). Okay, es gibt auch noch die Pflanzkästen und die "Snickerboa" (Tischlerschuppen). Es werden regelmäßig viele Ausflüge gemacht, sei es in Museen, Bibliotheken, Parks oder auch mal ins Theater, eigentlich sind ständig irgendwelche Projekte in Gang (aktuell: elektrische Gerätefür die Großen) und die Räumlichkeiten werden immer (mit einfachen Mitteln) den Interessen der jeweiligen Gruppe angepasst.
Auch bei uns schlafen die Kinder im Freien (in ihren Kinderwagen). Auch im Winter, was ich mit Schneeanzug und dickem Fusssack auch bei Minusgraden nicht als problematisch empfinde. Es sorgt auch nicht für mehr Krankheitsfälle. Rollt die Grippewelle über Schweden hinweg, dann rollt sie auch über die Kinder hinweg, aber ansonsten ist meist Ruhe. Es stimmt aber, dass die Regelungen bezüglich Brandsicherheit und Hygiene und etlichem anderen wohl eher "praxisnäher" sind, als in Deutschland. Vor einem Jahr gab es mal eine Fernsehsendung bezüglich der Sicherheit in KIndergärten, da ging es aber vornehmlich um allgemeine Unfallgefahr beim Spielen und die Beaufsichtigung. So richtig einen Skandal hat dies meines Wissens nach nicht ausgelöst, bisher gab es da auch keinen Grund. Man liest nur sehr vereinzelt von schlimmeren Unfällen o.ä. in Kindergärten. Allerdings gibt es eine recht rigorose Qualitätskontrolle, in unserem speziellen Fall durch die Kommune (Fragebögen an die Eltern, aber auch Kontrollen im Kindergarten direkt) sowie Kontrollen und Umfragen durch den Träger selbst.
Interessant sind natürlich auch wieder die Reaktionen der deutschen Leser und schön, dass viele sich mal wieder beschweren, dass Eltern ihre Kinder abschieben wollen. Hin und wieder ist dieses Argument selbst hier in Schweden zu hören und zu lesen. Seufz. Es gibt da einen schönen Spruch, den ich gerne zitiere:
"Es braucht ein ganzes Dorf, um EIN Kind zu erziehen."
Nach meinen eigenen Erfahrungen ist dieser Satz wahr, was nicht zuletzt an der Neugier, dem Entdeckungseifer, dem Bedürfnis nach Welt- und Lebenserfahrung kleiner Kinder liegt. So, und jetzt sollen mir doch endlich mal einer erklären, wo ich heute ein ganzes Dorf, oder auch nur eine Großfamilie herbekomme, die dieses eine Kind erzieht. Wo sind die Nachbarn, die Nachbarskinder, die Onkels, Cousinen und anderen Bezugspersonen, die Kinder bräuchten, denn heute noch jeden Tag von 8 bis 16 Uhr in wechselnder Folge verfügbar? 365 Tage im Jahr. Welche Väter arbeiten noch so nah am eigenen Zuhause, dass sie automatisch (und ohne Elternzeit z.B.) tagsüber das Kind miterziehen können. Welches Dorf fühlt sich denn heute noch für die Kinder anderer Leute zuständig? In Deutschland mag es das hier und da in Ausnahmefällen sogar noch geben, aber selbst da muss man doch suchen. Ist eigentlich allgemein bekannt, wie ätzend es Kinder finden, einen ganzen Tag in einer (recht kleinen) Wohnung eingesperrt zu sein, weil der einzige verfügbare Erwachsene (=die Betreuungsperson) eben doch mal putzen, waschen, Essen kochen muss und gleichzeitig versucht mit den Kindern zu malen, spielen, klettern, basteln. Man kann die Kinder dank Autos, Zügen und Bussen nicht einfach auf die Straße laufen lassen, unser Garten ist im Moment z.B. nicht mal eingezäunt, sodass mir selbst für die Älteren das Risiko eigentlich zu groß ist. Im Kindergarten werden einfach auch Sachen gemacht, in denen ich furchtbar schlecht bin. Der Kindergarten ergänzt das, was ich meinen Kindern mitgeben will in ihren ersten Lebensjahren. Er ist ein erster, noch sehr geschützter, erweiterter Erfahrungshorizont für meine Kinder, ein zweiter Ort, an dem sie sich wohlfühlen und entfalten können. Mit "Abschieben" hat das überhaupt nichts zu tun, auch wenn meine Kinder schon mit 18 Monaten im Kindergarten anfingen. Trotzdem bin ich ihre Mutter und ich scheue mich nicht, diese Rolle voll und ganz wahrzunehmen, und das 24/7 bis ans Ende meines Lebens selbstredend. Auf manch anderes könnte ich dagegen gerne verzichten, aber das erlaubt mir unsere westeuropäische Lebensart nun einmal nicht.
Zu guter Letzt: Wäre es denn im Sinn der sich so äußernden Mitmenschen gewesen, wenn ich mich als Frau, die sich darüber bewusst war, dass sie ihre Kinder eben nicht im Alleingang mit einem hart arbeitenden Mann erziehen würde können, lieber gewesen, ich hätte gar keine Kinder bekommen?
Von schwedischen Kindergärten lernen
Allerdings lässt der Artikel einige Informationen aus. So sind die "Rund-um-die-Uhr"-Kindergärten vor allem für Eltern gedacht, die oft auch abends oder am Wochenende arbeiten müssen und dazu eventuell "alleinerziehend" sind. Diese Art der Kindergärten ist bei Weitem nicht die Regel und wenn ich ganz richtig informiert bin, auch erst eine relativ neue Idee. Das ändert aber an der Gesamtzahl an Betreuungsstunden pro Woche wenig (max. 40). Da in Schweden die Ehefrauen nicht automatisch über ihre Männer mitversorgt sind (z.B. gibt es auch kein Ehegattensplitting), ist der Bedarf für die Frauen zu arbeiten seit langem zwingender gegeben als es noch bis vor Kurzem in Deutschland der Fall war. Außerdem entsprach dies ohnehin mehr dem sozialistischen, feministischen Weltbild, dass Schweden so lange beherrschte.
Die im Artikel genannte Gemeinde Nacka liegt im Süden Stockholms und kann getrost als eine der bessergestellten Kommunen bezeichnet werden. Will heißen, dass dort mehrheitlich ohnehin eher einkommens- und bildungsstarke Familien wohnen, die qualitativ hochwertigen Betreuungsangeboten "erwarten" werden. Wer sich da als Politiker beliebt machen (sprich wiedergewählt) werden will, sorgt besser für gut funktionierende Kindergärten. Anders sieht es zum Beispiel in unserer Kommune aus, wo sich gerade massiver Widerstand gegen die verdeckten Einsparungen im Bildungsbereich zu formatieren beginnt. Hier werden vor allem die wachsenden Gruppengrößen, Verkürzung von Betreuungszeiten von Kindern mit einem Elternteil in Elternzeit sowie die mangelnde Aufrüstung / Instandhaltung der Kindergärten bemängelt. Tatsächlich hat sich auch in unserem privat geführten Kindergarten eine Vergrößerung der Gruppen nicht vermeiden lassen. Mich ärgert das nicht nur wegen meiner Kindern, es ist auch eine maßgebliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die von mir sehr geschätzten Pädagogen, die ich auf Dauer für nicht akzeptabel halte.
Generell kann man glaube ich aber behaupten, dass schwedische Kindergärten oft weniger pompös ausgestattet sind, als deutsche. Also zumindest, wenn ich das mit den neuen Einrichtungen in meiner Heimatregion vergleiche. Da stehen ganze Abendteuerspielplätze vor der Tür, während bei uns z.B. "nur" zwei Wippen, eine riesige Sandkiste (mit entsprechend Spielzeug) und einem bewaldeten Mini-Hügelchen zur Verfügung stehen (selbst das ist eigentlich schon euphemistisch ausgedrückt). Okay, es gibt auch noch die Pflanzkästen und die "Snickerboa" (Tischlerschuppen). Es werden regelmäßig viele Ausflüge gemacht, sei es in Museen, Bibliotheken, Parks oder auch mal ins Theater, eigentlich sind ständig irgendwelche Projekte in Gang (aktuell: elektrische Gerätefür die Großen) und die Räumlichkeiten werden immer (mit einfachen Mitteln) den Interessen der jeweiligen Gruppe angepasst.
Auch bei uns schlafen die Kinder im Freien (in ihren Kinderwagen). Auch im Winter, was ich mit Schneeanzug und dickem Fusssack auch bei Minusgraden nicht als problematisch empfinde. Es sorgt auch nicht für mehr Krankheitsfälle. Rollt die Grippewelle über Schweden hinweg, dann rollt sie auch über die Kinder hinweg, aber ansonsten ist meist Ruhe. Es stimmt aber, dass die Regelungen bezüglich Brandsicherheit und Hygiene und etlichem anderen wohl eher "praxisnäher" sind, als in Deutschland. Vor einem Jahr gab es mal eine Fernsehsendung bezüglich der Sicherheit in KIndergärten, da ging es aber vornehmlich um allgemeine Unfallgefahr beim Spielen und die Beaufsichtigung. So richtig einen Skandal hat dies meines Wissens nach nicht ausgelöst, bisher gab es da auch keinen Grund. Man liest nur sehr vereinzelt von schlimmeren Unfällen o.ä. in Kindergärten. Allerdings gibt es eine recht rigorose Qualitätskontrolle, in unserem speziellen Fall durch die Kommune (Fragebögen an die Eltern, aber auch Kontrollen im Kindergarten direkt) sowie Kontrollen und Umfragen durch den Träger selbst.
Interessant sind natürlich auch wieder die Reaktionen der deutschen Leser und schön, dass viele sich mal wieder beschweren, dass Eltern ihre Kinder abschieben wollen. Hin und wieder ist dieses Argument selbst hier in Schweden zu hören und zu lesen. Seufz. Es gibt da einen schönen Spruch, den ich gerne zitiere:
"Es braucht ein ganzes Dorf, um EIN Kind zu erziehen."
Nach meinen eigenen Erfahrungen ist dieser Satz wahr, was nicht zuletzt an der Neugier, dem Entdeckungseifer, dem Bedürfnis nach Welt- und Lebenserfahrung kleiner Kinder liegt. So, und jetzt sollen mir doch endlich mal einer erklären, wo ich heute ein ganzes Dorf, oder auch nur eine Großfamilie herbekomme, die dieses eine Kind erzieht. Wo sind die Nachbarn, die Nachbarskinder, die Onkels, Cousinen und anderen Bezugspersonen, die Kinder bräuchten, denn heute noch jeden Tag von 8 bis 16 Uhr in wechselnder Folge verfügbar? 365 Tage im Jahr. Welche Väter arbeiten noch so nah am eigenen Zuhause, dass sie automatisch (und ohne Elternzeit z.B.) tagsüber das Kind miterziehen können. Welches Dorf fühlt sich denn heute noch für die Kinder anderer Leute zuständig? In Deutschland mag es das hier und da in Ausnahmefällen sogar noch geben, aber selbst da muss man doch suchen. Ist eigentlich allgemein bekannt, wie ätzend es Kinder finden, einen ganzen Tag in einer (recht kleinen) Wohnung eingesperrt zu sein, weil der einzige verfügbare Erwachsene (=die Betreuungsperson) eben doch mal putzen, waschen, Essen kochen muss und gleichzeitig versucht mit den Kindern zu malen, spielen, klettern, basteln. Man kann die Kinder dank Autos, Zügen und Bussen nicht einfach auf die Straße laufen lassen, unser Garten ist im Moment z.B. nicht mal eingezäunt, sodass mir selbst für die Älteren das Risiko eigentlich zu groß ist. Im Kindergarten werden einfach auch Sachen gemacht, in denen ich furchtbar schlecht bin. Der Kindergarten ergänzt das, was ich meinen Kindern mitgeben will in ihren ersten Lebensjahren. Er ist ein erster, noch sehr geschützter, erweiterter Erfahrungshorizont für meine Kinder, ein zweiter Ort, an dem sie sich wohlfühlen und entfalten können. Mit "Abschieben" hat das überhaupt nichts zu tun, auch wenn meine Kinder schon mit 18 Monaten im Kindergarten anfingen. Trotzdem bin ich ihre Mutter und ich scheue mich nicht, diese Rolle voll und ganz wahrzunehmen, und das 24/7 bis ans Ende meines Lebens selbstredend. Auf manch anderes könnte ich dagegen gerne verzichten, aber das erlaubt mir unsere westeuropäische Lebensart nun einmal nicht.
Zu guter Letzt: Wäre es denn im Sinn der sich so äußernden Mitmenschen gewesen, wenn ich mich als Frau, die sich darüber bewusst war, dass sie ihre Kinder eben nicht im Alleingang mit einem hart arbeitenden Mann erziehen würde können, lieber gewesen, ich hätte gar keine Kinder bekommen?
Monday, February 18, 2013
Die Frage zuviel
Seit Wochen überlege ich, warum - bei allen ansonsten neutralen und freundlichen Reaktionen - mir die Frage: Seid Ihr sicher, dass das wirklich Euer letztes Kind ist? Nicht vielleicht doch noch ein Mädchen? und ähnliche Kommentare zuviel sind und mich ägern. Die Antwort ist vielgefächert.
Zum einen WOLLTEN wir 2 (zwei) bis 4 (vier) Kinder. Nicht mehr, vier war von Anfang an unsere OBERgrenze. Merke: es war geplant, man kann eine Großfamilie planen und bewusst aufbauen, auch mit Kindern mit geringem Altersabstand. Wir zählen uns zu den Glücklichen, bei denen das ohne Probleme einfach "von alleine" geklappt hat. Und merke: wir wollten nicht 4 bis unendlich Kinder. Sondern eben 4. Vier!
Zum anderen: Diese Frage unterstellt eine Art Maßlosigkeit, die mich persönlich irgendwie ärgert. Will heißen, andere Leute ärgert das vielleicht nicht, aber mich schon. Ich stelle ja bei anderen auch nicht in Frage, wieviele Haustiere sie sich anschaffen, wie oft sie in Urlaub fahren im Jahr, wie groß das Haus sein muss in dem sie leben, wieviel Autos für als notwendig befunden werden, wieviele Sommerhäuser sie haben, wie viel Paar Jeans oder Schuhe imsich im Kleiderschrank befinden ... es geht mich schlicht nichts an. Jeder so wie er kann, es für richtig hält und will. Sind Sie sich sicher, dass ein Urlaub im Jahr genug ist? Ich frage Eltern mit einem Kind ja auch nicht: Da kommt aber bald noch ein zweites dazu, oder?
Zum dritten: Irgendwann in diesem Leben will ich auch mal wieder mit meinem Mann alleine sein. Über Erwachsenenthemen sprechen und zwar wann und wo es mir gefällt. Morgens ausschlafen können. Mit meinem Mann ausgehen können - LANGE. Und tausend andere Sachen. Möglichst bevor wir beide das Rentenalter erreicht haben. Denn mal ehrlich: die liebe Mehrheit meckert ja schon bei ein, zwei Kindern, dass der Aufwand ach so groß, die eigene Zeit so wenig und das eigenen Leben völlig in den HIntergrund getreten ist und alles so teuer ist, usw., usw. Und das oft mit unterstützender Familie in der Nähe oder einem perfekt eingerichteten Leben.
Davon auszugehen, dass man, nur weil man 4 Kinder hat, diesbezüglich unendlich belastbar ist, ist auch irgendwie .... doof. Sorry, ist aber so. Ich schaffe 4 Kinder, ich liebe meine 4 Kinder, ich gebe für diese 4 Kinder gerne lange ohne zu meckern sämtlichen "Luxus" auf, wenn es sein muss. Aber bei 4 ist für mich Schluss. Endgültig.
Zum einen WOLLTEN wir 2 (zwei) bis 4 (vier) Kinder. Nicht mehr, vier war von Anfang an unsere OBERgrenze. Merke: es war geplant, man kann eine Großfamilie planen und bewusst aufbauen, auch mit Kindern mit geringem Altersabstand. Wir zählen uns zu den Glücklichen, bei denen das ohne Probleme einfach "von alleine" geklappt hat. Und merke: wir wollten nicht 4 bis unendlich Kinder. Sondern eben 4. Vier!
Zum anderen: Diese Frage unterstellt eine Art Maßlosigkeit, die mich persönlich irgendwie ärgert. Will heißen, andere Leute ärgert das vielleicht nicht, aber mich schon. Ich stelle ja bei anderen auch nicht in Frage, wieviele Haustiere sie sich anschaffen, wie oft sie in Urlaub fahren im Jahr, wie groß das Haus sein muss in dem sie leben, wieviel Autos für als notwendig befunden werden, wieviele Sommerhäuser sie haben, wie viel Paar Jeans oder Schuhe imsich im Kleiderschrank befinden ... es geht mich schlicht nichts an. Jeder so wie er kann, es für richtig hält und will. Sind Sie sich sicher, dass ein Urlaub im Jahr genug ist? Ich frage Eltern mit einem Kind ja auch nicht: Da kommt aber bald noch ein zweites dazu, oder?
Zum dritten: Irgendwann in diesem Leben will ich auch mal wieder mit meinem Mann alleine sein. Über Erwachsenenthemen sprechen und zwar wann und wo es mir gefällt. Morgens ausschlafen können. Mit meinem Mann ausgehen können - LANGE. Und tausend andere Sachen. Möglichst bevor wir beide das Rentenalter erreicht haben. Denn mal ehrlich: die liebe Mehrheit meckert ja schon bei ein, zwei Kindern, dass der Aufwand ach so groß, die eigene Zeit so wenig und das eigenen Leben völlig in den HIntergrund getreten ist und alles so teuer ist, usw., usw. Und das oft mit unterstützender Familie in der Nähe oder einem perfekt eingerichteten Leben.
Davon auszugehen, dass man, nur weil man 4 Kinder hat, diesbezüglich unendlich belastbar ist, ist auch irgendwie .... doof. Sorry, ist aber so. Ich schaffe 4 Kinder, ich liebe meine 4 Kinder, ich gebe für diese 4 Kinder gerne lange ohne zu meckern sämtlichen "Luxus" auf, wenn es sein muss. Aber bei 4 ist für mich Schluss. Endgültig.
Friday, February 8, 2013
Musikeinschlag der Woche
Ich bin nicht der größte Petter-fan (eigentlich gar nicht). Habe aber dieses Lied neulich im Radio gehört und fand es spontan gut. Leider habe ich gar keine Ahnung inwieweit - und ob - deutscher Rap mittlerweile gediegen ist, vor allem solcher für Leute mit ... uhm ... Ausdrucksvermögen. Ich finde dieses Lied aber mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie gut schwedische Musik/schwedischer Rap es schafft, bestimmte Stimmungen aufzunehmen und (gut) zu verarbeiten. Leider habe ich noch keine Übersetzung für den Text gefunden (und ich habe keine Zeit gerade, Sohn Nr. 2 ist doch noch krank geworden, wenn auch mit Grippe), aber vielleicht hat ja doch jemand Lust es anzuhören ...
PS.: Da die GEMA sich ja bekanntlich so anstellt - kann man das Video überhaupt ansehen in Deutschland???
Thursday, February 7, 2013
Total Wipe Out
Abgesehen vom gnadenlosen Alltagschaos hatten wir Besuch von einem Magendarmvirus. Pünktlich zum Magendarmvirus-Saisonhöhepunkt (mehrere Krankenhäuser im Raum Stockholm waren in den letzten Tagen wegen der vielen schweren Aktufälle überbelastet). Wir hatten Glück, das ganze hat uns nur wirklich zwei Tage lang und eine Nacht befallen (Montag/Dienstag), aber rückblickend war dieser Kurzbesuch mal wieder sehr beeindruckend. Montag-Nacht war hier eine Splatter-Party im Gange, die ihres gleichen sucht, halbstündlich gab es neue Opfer. Den ältesten Sohn hatte es am schwersten erwischt, nach jedem Schluck Wasser kamen unendliche Mengen Flüssigkeiten fontänenartig wieder aus ihm heraus, bis nachts um 3 ungefähr, dann war Ruhe. Dienstag waren wir mit dem Auffüllen des Flüssigkeitsanteils im Körper sämtlicher Familienmitglieder beschäftigt und gestern gab es noch immer Schonkost. Der Schweregrad der Krankheit in der Familie war unterschiedlich und wie immer hat der Mann tapfer bis als Letzter ausgehalten. Völlig unbehelligt scheint Sohn Nr. 2 das Ganze überwunden zu haben. Sicherheitshalber hatten wir ihn aber auch in Quarantäne. Merke: Kinder erst wieder in den Kindergarten schicken, wenn sie mindestens 48 Stunden absolut symptomfrei sind. In schweren Fällen wird sogar empfohlen zu warten, bis alle in der Familie 48 Stunden symptomfrei sind. Ansonsten zieht man sich argen Unmut seiner Mitmenschen zu.
Heute jedenfalls bin ich damit beschäftigt die Auswirkungen dieses Totalausfalls zu beseitigen .... ein weiterer "verlorener" Tag. Obwohl ich natürlich froh bin, dass wir mit einer recht harmlosen Variante davongekommen sind. Immerhin habe ich hier auch noch einen 6 Monate alten Säugling (der sich einmal erbrochen hatte) .... Sohn Nr. 1 ist heute übrigens - nur zur Sicherheit - noch zuhause.
Heute jedenfalls bin ich damit beschäftigt die Auswirkungen dieses Totalausfalls zu beseitigen .... ein weiterer "verlorener" Tag. Obwohl ich natürlich froh bin, dass wir mit einer recht harmlosen Variante davongekommen sind. Immerhin habe ich hier auch noch einen 6 Monate alten Säugling (der sich einmal erbrochen hatte) .... Sohn Nr. 1 ist heute übrigens - nur zur Sicherheit - noch zuhause.
Monday, January 28, 2013
6 Monate
Ist er nicht süß, wenn er die gewünschte Aufmerksamkeit erhält. ;O) Aber oh! - wenn es mal nicht so läuft, wie er sich das denkt. Oder er gar alleine auf dem Boden spielen soll. Am liebsten liegt er in seiner Wippe - vermutlich wegen der besseren Aussicht - und wippt wie ein Wilder durch die Gegend. Mit fünf Monaten hat er es einmal geschafft, sich mit viel Schwung aus der in Liegeposition befindlichen (!!! - weshalb die gestresste Mutter ihn auch nicht gleich gesichert hatte) Wippe zu katapultieren .... außer einem großen Schreck aller Beteiligten und ein auf dem Bauch über den Boden rutschendes Baby ist aber nichts passiert. Sehr eigentümlich sah es übrigens aus, wie nach dem zunächst undefinierbaren, klatschenden Geräusch (wer denkt da auch schon ans Baby???), ein eigentlich noch fortbewegungsunfähiger kleiner Körper über den Boden glitt -
Irgendwann, wenn die Nächte mal wieder ruhiger und ich ausgeschlafener bin, auch ein Bericht zu dem kleinen Kerl ...
Tuesday, January 22, 2013
Armes Kind - !?
Für die Vorschulkinder steht heute ein Ausflug insFreilichtmuseum Skansen an ... bis heute morgen im Auto habe ich mir dabei gar nichts gedacht, aber als mein Blick auf das Thermometer fiel, weil mir so gar nicht warm werden wollte, auch nicht im beheizten Auto, da fing mir das Kind an, ein bisschen leid zu tun. Die Temperaturanzeige lag bei - 10 C° .... hm. Skansen liegt auf einem Hügel, direkt an der Ostsee, da gibt es also zusätzlich Wind, die Temperaturen am offenen Wasser sind immer noch mal etwas niedriger ... Ich bin gespannt auf den Bericht hinterher.
Dann gibt es Neuigkeiten von der Musikschule. Die bietet in diesem Jahr keine Vorschulklasse an. Das klingt zunächst mal ernüchternd, ist mir aber in diesem Fall ganz recht - oder kommt uns sogar gelegen. Bisher mussten die Kinder nämlich einen kleinen Test machen, um so ihr musikalisches Können/Talent/Potential zu zeigen. Im Normalfall finde ich soetwas für 6-jährige eher anstrengend, aber hier hat dieser Test dafür gesorgt, dass auch Kinder Chance auf einen Platz in der Schule bekamen, die vielleicht nicht ganz vorne auf der Liste standen, die aus anderen Kommunen oder gar aus Familien kommen, die im Normalfall vielleicht keine Chance hätten ihrem Kind eine solche Ausbildung zu ermöglichen (billig ist das Ganze deshalb aber trotzdem noch nicht und aufwendig sowieso). Nun gibt es aber ein neues Schulgesetz, dass Eingangsprüfungen für so junge Kinder verbietet. Da die Schule in der Innenstadt liegt, grenzt das aber in diesem Fall erheblich die Auswahl der potentiellen Schüler ein, resp. nimmt eventuell talentierten Kindern aus sozial schwächeren Familien durchaus eine Chance. Aus diesem Grund hat die Schule also eine Ausnahmegenehmigung beantragen müssen, die allerdings noch nicht fertig bearbeitet ist. Bis zum Schuljahresbeginn 2014 will man aber eine Lösung gefunden haben.
In unserem Fall ist das gut, weil wir bisher mehrere Schwierigkeiten hatten. Die hier ansässige Kulturschule, die zu erschwinglichen Preisen Musikunterricht anbietet, hat keine Angebote für Kinder unter 7 Jahre (zum Erlernen eines Instrumentes). Privatunterricht war zu teuer. Ohne Auto und mit dieser Masse an Kindern war die Chance, die billigere und früher mit dem Unterricht einsetztende Kulturschule Stockholms zu besuchen aus organisatorischen Gründen bisher eher unmöglich. Außerdem bietet die genannte Musikschule ein Vorbereitungsprogramm an, in dem Kinder sich ausprobieren und eben auch auf die in der Schule vermittelte Pädagogik einstellen können. Erst jetzt habe ich eine reelle Chance die Tochter daran teilnehmen zu lassen, was aber für das Schuljahr 2013/14 zu spät gewesen wäre. So haben wir ein Jahr länger Zeit, das Kind kann versuchen, ob das musikalische Talent, die Lust und der Wille überhaupt so lange reichen und ich kann mich in Ruhe auf die Deutsche Schule konzentrieren und hoffen, dass sie dort einen Platz bekommt. Manchmal hat das Leben ja doch einfach die Antworten parat, auf die man gewartet hat. Bitte nur Daumen drücken, dass ich jetzt auch tatsächlich einen Platz für sie in der "Lördagsverksamhet" = Samstagswerkstatt = im Vorbereitungsprogramm für das Kind bekomme ... muss heute nach 12 nochmal anrufen und nachhaken.
Dann gibt es Neuigkeiten von der Musikschule. Die bietet in diesem Jahr keine Vorschulklasse an. Das klingt zunächst mal ernüchternd, ist mir aber in diesem Fall ganz recht - oder kommt uns sogar gelegen. Bisher mussten die Kinder nämlich einen kleinen Test machen, um so ihr musikalisches Können/Talent/Potential zu zeigen. Im Normalfall finde ich soetwas für 6-jährige eher anstrengend, aber hier hat dieser Test dafür gesorgt, dass auch Kinder Chance auf einen Platz in der Schule bekamen, die vielleicht nicht ganz vorne auf der Liste standen, die aus anderen Kommunen oder gar aus Familien kommen, die im Normalfall vielleicht keine Chance hätten ihrem Kind eine solche Ausbildung zu ermöglichen (billig ist das Ganze deshalb aber trotzdem noch nicht und aufwendig sowieso). Nun gibt es aber ein neues Schulgesetz, dass Eingangsprüfungen für so junge Kinder verbietet. Da die Schule in der Innenstadt liegt, grenzt das aber in diesem Fall erheblich die Auswahl der potentiellen Schüler ein, resp. nimmt eventuell talentierten Kindern aus sozial schwächeren Familien durchaus eine Chance. Aus diesem Grund hat die Schule also eine Ausnahmegenehmigung beantragen müssen, die allerdings noch nicht fertig bearbeitet ist. Bis zum Schuljahresbeginn 2014 will man aber eine Lösung gefunden haben.
In unserem Fall ist das gut, weil wir bisher mehrere Schwierigkeiten hatten. Die hier ansässige Kulturschule, die zu erschwinglichen Preisen Musikunterricht anbietet, hat keine Angebote für Kinder unter 7 Jahre (zum Erlernen eines Instrumentes). Privatunterricht war zu teuer. Ohne Auto und mit dieser Masse an Kindern war die Chance, die billigere und früher mit dem Unterricht einsetztende Kulturschule Stockholms zu besuchen aus organisatorischen Gründen bisher eher unmöglich. Außerdem bietet die genannte Musikschule ein Vorbereitungsprogramm an, in dem Kinder sich ausprobieren und eben auch auf die in der Schule vermittelte Pädagogik einstellen können. Erst jetzt habe ich eine reelle Chance die Tochter daran teilnehmen zu lassen, was aber für das Schuljahr 2013/14 zu spät gewesen wäre. So haben wir ein Jahr länger Zeit, das Kind kann versuchen, ob das musikalische Talent, die Lust und der Wille überhaupt so lange reichen und ich kann mich in Ruhe auf die Deutsche Schule konzentrieren und hoffen, dass sie dort einen Platz bekommt. Manchmal hat das Leben ja doch einfach die Antworten parat, auf die man gewartet hat. Bitte nur Daumen drücken, dass ich jetzt auch tatsächlich einen Platz für sie in der "Lördagsverksamhet" = Samstagswerkstatt = im Vorbereitungsprogramm für das Kind bekomme ... muss heute nach 12 nochmal anrufen und nachhaken.
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